Fasten – was heisst das für uns?

Fasten Säfte herstellen

Fasten Säfte zubereiten

Fasten ist mehr als nur nichts essen

Es ist ein universelles kulturelles Erbe, ein Ritual der körperlichen, geistigen und religiösen Reinigung.
Ein dauerhaftes „Schlaraffenland“ ist evolutionsbiologisch für den homo sapiens nicht vorgesehen. In unseren Genen haben wir Völlerei und Totalverzicht vorprogrammiert. Das gilt auch für den Menschen des 21. Jahrhunderts.Wann beginnt das Fasten?

Zwischen Aschermittwoch und Ostern begehen Katholiken die Fastenzeit. Ziel dabei ist die spirituelle Besinnung, die geistige Erneuerung. Die Moslems haben den Fastenmonat Ramadan. Sokrates hungerte für geistige Erleuchtung, Moses, Jesus, Buddha und Mohammed fasteten längere Zeit, um Gott oder sich selbst näher zu kommen.
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Fastenbrühe – Hildegard von Bingen

FastenbrüheFastenbrühe

Auch über Hildegard von Bingen, die berühmte Naturforscherin, Ärztin und Abtissin einer Bedediktinerabtei (1098 – 1179), ist bekannt, dass sie das Fasten sehr befürwortete.
Die Reinigung des Körpers von Gift und Schlackenstoffen und die Pflege von Seele und Geist standen bei ihrer Fasten – Therapie im Vordergrund.
Fasten als Heilmittel wurde von ihr bei einer Vielzahl von Krankheiten empfohlen.

Hier das Fasten – Rezept der Hildegard von Bingen Suppe

2 Tassen Dinklkörner
6 Tassen Wasser
2 Tassen fingewürfelte Karotten
2 Tassen Suppngmüse
2 Tassen Bohnen
Gartenthymian

Alles zusammen 2 Stunden köcheln lassen. Dann abseien und mit Kräutern würzen.
Es gibt nicht Schöneres als mit den Fastenden am Abend bei einem guten Süppchen zusammenzusitzen.

Guten Appetit bei der leckeren Fasten-suppe!

Gesundheitliche Aspekte beim Fasten

Fasten Wandern Gesundheit1. Frage: Fasten ist eine Grundvoraussetzung zum Abnehmen?

Das gilt nur bedingt. Bei Nahrungsentzug wird primär die leicht abbaubare Speicherstärke, das Glycogen, abgebaut , welches sich in der Leber und in der Muskulatur befindet. Anschließend werden verstärkt Proteine, also Muskeleiweiße, zur Energiegewinnung genutzt. Es werden also dann Muskeln abgebaut. Erst später werden Fettreserven angegriffen, zumindest das unerwünschte weiße Depotfett (z.B. das Bauchfett). Man nimmt also fatalerweise häufig an Stellen ab, an denen man es nicht unbedingt will. Um solches zu verhindern, muss man dem Körper signalisieren, dass die Muskeln unentbehrlich sind. Das gelingt nur, indem man sie intensiv strapaziert. Die meisten Muskeln beansprucht man durch Schwimmen. Täglich stundenlang zu schwimmen dürfte wohl die Ausnahme bilden. Aber auch das Wandern erfüllt in ausreichendem Maße diese Forderung. Fasten und Wandern sind also ideale Partner.

2.Frage: Fasten entschlackt?
Schlacken entstehen beim Verhütten von Erzen, sind also Nebenprodukte der Metallurgie. Die haben mit unserem Organismus nichts zu tun. Möglicherweise ist dieses Begriffsgefüge auf eine der unseligen Übersetzungen(oder gar Rückübersetzungen) aus dem Amerikanischen zurückzuführen. Wer schon einmal übersetzt hat weiß, dass die Einzelbegriffe meist verschiedene Bedeutung haben können. Nur wer beide Sprachen perfekt beherrscht und dazu noch versierter Fachspezialist ist, dem gelingt das immer „unfallfrei“. Gemeint sind wohl nicht mehr funktionale intrazelluläre Bestandteile wie fehlgefaltete Proteine oder Bruchstücke davon bzw. beschädigte Zellorganellen. Gehäuftes Auftreten kann die Zellfunktionen einschränken oder unmöglich machen. Das betrifft besonders Zellen mit hoher Syntheserate wie z.B. Leberzellen. Durch sogenannte Autophagie können diese recycelt werden. Die beschädigten Bausteine werden zerlegt und wiederverwendet oder zur Energiegewinnung genutzt. Auch Viren und Bakterien können über diesen Prozess unschädlich gemacht werden. Wenn beschädigte Bausteine nicht entfernt werden, so können sie auch nicht erneuert werden. Bei ausreichender Nahrungszufuhr passiert dies aber kaum. Periodisches Fasten, kombiniert mit körperlicher Betätigung (z.B. Bewegung) fördert diesen Prozess, indem die unerwünschten Bausteine als Energiereserve genutzt werden. Fastenwandern fördert also diese Art der Selbstheilung unseres Körpers.

2.Frage: Fasten führt zur Zellerneuerung, verjüngt also?
Das gilt vorrangig für den Teil unseres Körpers, der an der Verdauung der aufgenommenen Nahrung beteiligt ist. Eine unserer wichtigsten und universellsten innersekretorischen Drüsen ist die Bauchspeicheldrüse. Sie fährt beim Fasten auf Sparflamme, denn die Insulinproduktion ist weitestgehend eingestellt. Die Leber als unser wichtigstes Entgiftungsorgan hat Zeit, sich zu regenerieren. Auch unser Darm, ausgestattet mit den stärksten Abwehrmechanismen, kann sich erholen. Er beherbergt die sogenannte „Darmflora“, ein Sammelsurium verschiedenster Mikroorganismen. Diese sind maßgeblich an der Verdauung beteiligt. Dazu gehören harmlose (wie die Milchsäurebakterien), aber auch gefährliche Arten (wie die Coli-Bakterien). Beim Fasten verringert sich die Population stark. In die entstehenden ökologischen Nischen können sich nach dem Fasten effiziente und relativ harmlose Vertreter ansiedeln, was man durch entsprechende Nahrungsumstellung erreichen kann. Milchsäurebakterien sind z,B. in Joghurt (unbehandelt) und anderen Sauermilchprodukten oder im Sauerkraut (ungekocht) enthalten. Der Ernährung nach dem Fasten kommt also besondere Bedeutung zu.